Kelchalpe (Projekt Nr.25)

Die Spuren des prähistorischen Kupferabbaues am Beginn der Spätbronzezeit auf der Kelchalpe (Kelchalm bei Kitzbühel) wurden Ende des 18. Jhdt von M. Much entdeckt. Er barg Steingeräte (Klopfsteine, Unterlagsplatten, Ambosse Abb.1), Keramik, Tierknochen und Fragemente von Holzgefäßen (Abb.2). Diese Funde befinden sich heute in der Studiensammlung. Nachfolgende Grabungen in den 1930er bis 1950er Jahren wiesen dort Kupfererzverarbeitung in Form von Scheideplätzen und Herdstellen auf. Aufgrund dieser Funde konnte der gesamte Aufbereitungsprozess des Kupfers der Spätbronzezeit nachvollzogen werden. Zur Versorgung der Bergleute wurde vor Ort eine Almwirtschaft betrieben, deren Spuren ebenfalls gefunden wurden. Die Funde der Grabungen des 20. Jhdts werden im Stadtmuseum Kitzbühel ausgestellt.

 

Literatur:

M. Klaunzer, Studien zum spätbronzezeitlichen Bergbau auf der Kelchalm und Bachalm Bez. Kitzbühel, Nordtirol, Diplomarbeit Universität Innsbruck 2008.

E. Preuschen, R. Pittioni, Untersuchungen im Bergbaugebiet Kelchalm bei Kitzbühel, Tirol. - 3. Bericht über die Arbeiten 1946 - 1953 zur Urgeschichte des Kupferbergwesens in Tirol. Archaeologia Austriaca 15, 1954, 2 - 97.

M. Much, Die Kupferzeit in Europa und ihr Verhältnis zur Kultur der Indogermanen, 1893.

 

 

Abb.1: Steinamboss (14910, Foto B. Schier).

Abb.2 Holzschöpfer (17152, Foto B. Schier).

DatierungGesamtBeinKeramik Metallorg. MaterialStein
Fehlbestand262321
Ohne Datierung321814
Ältere Urnenfelderzeit14131062525